VAFA zum Thema …

Verbandsfragen
Fragen des Vending report an den VAFA und unsere Antworten in VR DACH 01-08

1. Wie schätzen Sie die Marktentwicklung im Jahr 2017 ein? War es ein gutes Jahr für das
Vending?

Unsere Meinung dazu:
Wir haben – wieder einmal – Glück gehabt in Deutschland. Top-Beschäftigungslage, noch, volle
Auslastung der Unternehmen, in denen unsere Automaten stehen , rund um die Uhr und eine
Konsumbereitschaft, die überraschend groß ist. Auch an unseren Automaten. Da dreht sich was und
offensichtlich gibt’s keinen Grund zur Klage. Oder doch?
Das Gespenst der Umstrukturierung im Interesse der GEWINN-Maximierung treibt bedenkliche
Blüten. Da werden, wie an den Beispielen Siemens und Bombardier erkennbar, Bereiche dicht
gemacht, woran gestern noch keiner dachte. Und dies nicht aus Gründen unzureichender Rendite.
Auf so etwas müssen wir uns mehr denn je als Fachaufsteller /Vending-Operator einstellen, nicht nur
auf Strukturveränderungen aus der Automobilindustrie.
Auch etwas anderes funktioniert immer schlechter: Aufgemöbelte Altgeräte. Die Endabnehmer
nehmen sie schon gar nicht mehr wahr, denn aus erkennbaren Altgeräten wird ja wohl auch
entsprechend alte Plörre herauskommen oder Süßkram, der wahrscheinlich in der Nähe des MHD ist.
Unsere Kunden von heute verlangen appetitliche Neugeräte, Top-Ware, einen Top-Service. Und bei
denen das alles geklappt hat, da war 2017 auch ein gutes Jahr.
2. Welches Segment hat sich in diesem Jahr insgesamt am besten entwickelt? Welche
Segmente sind dagegen noch ausbaufähig?

Unsere Meinung dazu:
Wieso? Gibt es bei uns etwa Segmente, die nicht mehr ausbaufähig sind? Fast täglich bekommen wir
doch von Seiteinsteigern gezeigt, was noch geht! Und andere Märkte /Länder (und auch ein Großteil
der Profis hier) zeigen wie Mann/Frau es besser machen kann. Mit gefälligen, auffälligen Geräten, mit
Produkten, die bei uns keine Routine sind, mit der dazugehörigen Kommunikationsstrategie, damit
die Kunden zum Automaten finden und das kaufen, was sie da bisher nicht vermutet haben, mit der
Frische in der Unternehmensdenke, die allen Beteiligten Spaß macht, sie besser als bisher
zusammenbringt . . . und eine gute Rendite einfährt. Kurz: Denken wir doch mal weg von NUR
Coffee, Candy, Coke und Kaugummi. Es gibt noch mehr über Automaten zu verkaufen.
Wo und was? Wie sagte mir mal ein alter (erfolgreicher) Hase: „Schau dem Volk aus Maul und sprich
mit ihnen.“

3. Welche Entwicklungen sprechen Sie dem Markt für 2018 zu und wohin könnte der Trend
gehen?

Unsere Meinung dazu:
Die Entwicklung nicht nur der Automobilindustrie und mit ihr zahlreiche strukturelle Veränderungen
(z. B. durch Digitalisierung auch der Verwaltungen, Versicherungen, Banken etc.) werden auch den
Fachaufsteller / Vending-Operator (s.o.) über kurz oder lang treffen. Heftiger als wir heute vermuten.
Auch der demographische Wandel . Hatten wir Glück, dass Zuwanderer und ihre zahlreicheren Kinder
ein wenig zur Kompensation der Situation beigetragen haben.
Was bisher für ein Großteil unserer Branche als Standard galt, Point of Sale = Point of Work, das kippt
offensichtlich zunehmend. Der Point of Sale wird sich für unsere Branche immer mehr zum Point of
Living verschieben. Seien wir doch ehrlich: Wer von uns hätte 1990 gedacht, dass heute über
Automaten direkt in unserer Nachbarschaft Frischeprodukte aus regionalem Anbau und Öko verkauft

werden. Zu solchen Überlegungen wäre uns ein „Ja, Ja“ mit entsprechender Handbewegung sicher
gewesen, so wie zu der Zeit, als die ersten Tabletops auf den Markt kamen. Das waren ja auch keine
„richtigen“ Automaten mehr. Und . . .?
Denken wir also nicht allein in Automaten, sondern in kundennahen Lösungen, die diese von uns
erwarten. Wir gelangen dann schnell in einer Servicebreite, die uns eine Bandbreite bisher vielleicht
ungeahnter Möglichkeiten eröffnet.

Paul Brühl / VAFA e.V.

Verbandsfragen
Fragen des Vending report an den VAFA und unsere Antworten in VR DACH 12-17

1. Resümierend zum Jahr 2017: Welche Trends gab es im Bereich Heiß- und Kaltgetränke?
Können Sie hier spezielle Tendenzen feststellen?

Unsere Meinung dazu:
Frage ich den ein oder anderen Aufsteller/Vending-Operator, um wirklich trendnah zu sein, so
erhalte ich Antworten die mich bestätigen: „Keine besonderen Trends auszumachen“, „Nichts
Gravierendes“, „Keine“. Sicher, dieses Thema erschöpft sich nicht in der Erfassung der
Getränkebezeichungen. Was hier auch zählt, ist sicher der Trend zu mehr Qualität und gesunden
Getränken, Nachhaltigkeit und . . . sowie den immer anspruchsvoller werdenden Formen der
Darreichung. Da ist der Operator individuell gefordert und seine Kreativität.

2. Haben Operator spezielle Winteraktionen im Bereich Heißgetränke oder anderen Segmenten
angeboten bzw. haben sie vor, solche im Winter anzubieten?

Unsere Meinung dazu:
Hier kommt’s wohl mehr als sonst auf die Zielgruppen an, also letztendlich die Konsumenten. An
Standorten wo’s etwas rauer zugeht, werden die geschmacksensiblen Produkte meist ja weniger
bejubelt als in Bereichen, wo man zumindest 5 Teesorten auseinanderhalten kann. Kurz: Es gibt hier
alles, zwischen dem klaren Nein, dem Einsatz von InCup Winterapfel oder Kaffee mit Amaretto
(Hm!!!), dem besonderen Tee oder der veredelten Schoko-Spezialität. Wie sehen das die Franzosen?
„Chacun à son goût“, jeder nach seiner Facon. Toll wenn unsere Branche da zur örtlichen
Zufriedenheit oder sogar zu individuellen Glücksgefühlen beiträgt.

3. Wie hat sich die Entwicklung in Sachen frischer und regionaler Produkte aus dem Automaten
dieses Jahr gestaltet?

Unsere Meinung dazu:
Hier gibt es nichts zu deuteln, unsere Branche spaltet sich offensichtlich in 2 Lager:
Die einen haben erkannt, wie zäh in diesem Produktsegment für gute Resultate gearbeitet werden
muss und bewerten frische und regionale Produkte aus dem Automaten eher negativ. Schließlich
werden auch die höheren Preise nicht bezahlt und das Operating stellt sich diesen Aufstellern
praktisch nur als Nischenvertrieb dar. Mag auch sein, dass Ökos und Regios dem Verkauf über
Automaten z. T. pessimistisch gegen überstehen. Vielleicht nur: NOCH!
Die andere Gruppe sieht das ganz anders. Sie weiß um die Schwierigkeiten, ist aber offen für Neues,

ermittelt professionell die Wünsche ihrer Käufer, probiert aus und ist dann bisweilen selbst über-
rascht, was alles geht. Startups zeigen uns inzwischen immer öfter, wie Erfolg geht. Nur zu oft mer-
ken wir – und auch die heute noch Großen – das nicht oder bewerten die Chancen zu schlecht. Und

morgen sind die Marktführer andere . . .

Paul Brühl / VAFA e.V.

Verbandsfragen
Fragen des Vending report an den VAFA und unsere Antworten in VR DACH 11-17

1. Werden innerhalb der Branche ganzheitliche Food-Lösungen aus dem Automaten als Chance
für die Zukunft eingeschätzt? Wie verhält es sich hier mit Marktanteilen und Tendenzen?
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Ganzheitliche Foodlösungen? Und aus dem Automaten? Wie soll das denn gehen. „Trockenfutter“,
„Süßkram & Co.“, Fleischiges bzw. Joghurt u.ä. sind ja durchaus denkbar. Auch das kleine Menü und,
wer das nicht will, ggf. die Fritten, Pizza oder Würstchen. Das geht alles (und noch mehr) für den
Direktverzehr. Was inzwischen auch immer mehr geht – von Bauern, Metzgern und Co. – sind die
Frischeartikel und Fleisch vom Hof direkt oder aus der Region.
Wenn ganzheitlich bedeutet, Kaffee und Landjäger als Hauptmenü und Rittersport als Nachtisch,
dann mag das passen, ist aber noch meilenweit von einer ganzheitlichen Lösung entfernt. Die setzt
neues Denken und höchste Flexibilität voraus. Die muss vorweg das erkennen, was die Kunden
wünschen. Die muss berücksichtigen, dass am Standort ein erheblich breiteres Sortiment angeboten
wird, als es heute der Standard ist, und dieses Sortiment zudem die Wahl zulässt zwischen klassisch
und gesund.
Marktanteile und Tendenzen? Wirklich fundierte Vorhersagen zu Marktanteilen sind hier kaum bzw.
ohne valide Erhebungen immer schwerer zu treffen. Tendenzen? Noch weniger. Die macht doch
jeder Aufsteller selbst (aus).
2. Dominieren im Food-Sektor auch in Zukunft die klassischen Snack-Automaten? Bevorzugen

die Verbraucher heiße Gerichte oder kalte Snacks in Kombination mit Kaltgetränken (Kombi-
Lösungen)?

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Die Zukunft wird nicht dadurch anders sein, das einige neue, vielleicht gesündere Produkte im

Automaten sind, vielleicht mit etwas weniger Zucker, Geschmacksverstärkern und Konservierungs-
stoffen. Die Zukunft wird für uns erst eine Zukunft, wenn wir als Automaten-Fachaufsteller/Vending-
Operator dem Automatenbesucher das bieten, was er wirklich sucht, mit Hilfe neuer Technik die

Kommunikation zu ihm aufbauen und uns davon verabschieden eine Notlösung zu sein bzw. nur ein
Zusatzgeschäft machen zu wollen. Das hat übrigens auch etwas mit Selbstbewusstsein und
Professionalität zu tun. Wenn wir eine eigene kundenorientierte, flexible Sortiments- und Preispolitik
betreiben und dem Kunden Möglichkeiten schaffen, darauf Einfluss zu nehmen, wird‘ s ein Gewinn
sein. Für beide Seiten.
Die Frage, ob heiße Gerichte oder kalte (vielleicht auch aufgewärmte?)Snacks . . . die stellt sich so
doch nicht. Sie ist abhängig vom Platz und den Wünschen der Kunden. Diese wirklich nachhaltig zu
ermitteln, ist der erste Schritt und eine richtige Herausforderung für uns . . . und unsere Zukunft.
3. In welchem Umfeld werden vermehrt Food- und Snack-Automaten platziert und nach
welchen Kriterien wählen Verbraucher die Produkte aus?
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Malls können sie oft gebrauchen. Bereiche, wo gewartet wird, auch. Industrieparks . . . Alle Bereiche,
die dazu geschaffen werden, sich kurzzeitig etwas zu erholen oder hochfrequentiert sind, erst recht.
Eine Binsenweisheit für Aufsteller/ Vendingoperator. Nur müssen wir’s selber kreativ angehen und
(auch noch!)Überzeugungsarbeit leisten. Mit attraktiven Konzepten und innovativen Sortimenten/
Sortimentsmixes Investoren und Unternehmen davon überzeugen, nein, sie begeistern, wie wir zu
besserer Laune und auch ggf. längerer Verweildauer der Zielgruppe beizutragen im Stande sind.
Logisch, dass ein direkter Bezug der Automaten zum Standplatz erkennbar sein sollte. Im äußeren
Erscheinungsbild bestens integriert in das jeweilige Umfeld, im Sortiment mit zumindest einigen
Produkten ebenfalls abgestimmt auf diese Gegebenheiten, jedoch nicht konkurrierend zu diesen.

Paul Brühl / VAFA e.V.

Jeder hat das schon gesehen: Kind quengelt, ist trotzig, hat keine Lust mehr brav an Mamas Hand mitzulaufen. Kurz, die oder der Kleine hat die Nase voll. Wovon? Zum Beispiel vom Mitlaufen beim Einkaufen. Gibt’s da nicht Schöneres?

Wenn vor oder in dieser Situation der gute Esel, der tolle Traktor, Bus oder Rennwagen, ein Flieger, Hubschrauber oder die rote Feuerwehr in Kindergröße auftauchen, dann braucht es nur ganz wenig, um die Sonne wieder scheinen zu lassen.

Was es dazu noch braucht? 1. Eine Mutter oder ein Vater, die Verständnis haben und ihrem Kind 5 Minuten ihrer Zeit zugestehen, 2. eine oder zwei Euro-Münzen und 3. ein Kiddy Ride-Gerät, das Kleinchen in seine Welt eintauchen, somit Luft holen lässt und so den Stress abbauen hilft.

Ja, so einfach ist das. Und wer’s nicht glauben mag, der schaue einmal in die Kinderaugen, wenn Kinder auf so einem Teil sitzen und dabei vielleicht etwas Süßes schlecken. Danach ist meist alles wieder gut und der Akku wieder aufgeladen für mindestens eine weitere Mitlaufstunde an Mamas oder Pappas Hand – ganz ohne Stress.

Natürlich gibt es hierzu auch andere Sichtweisen. So z. B. die der Städteverwaltungen, denn Kiddy Ride-Geräte stehen ihnen überraschend oft im Weg, auch wenn sie abends vom Gehweg entfernt werden. Oder liegt es daran, dass eine Sondergenehmigung zu erteilen Aufwand bedeutet? Wem sie noch im Weg stehen? Dem Reinigungsdienst, der ohnehin nicht überall perfekt kehrt, der Feuerwehr, für die offensichtlich so etwas störend ist, jedoch kein Klappposter, Verkaufsstand oder Fahrradständer. Und noch einer Gruppe sind derartige Geräte ein Dorn im Auge: Denen, die einfach wenig kinderorientiert sind und lieber nüchtern durchgestylte Straßenzüge also “zweckmäßige” Einkaufsmeilen bevorzugen als liebenswerte und menschen-/kinderfreundliche mit Flair.

Sage und schreibe 35 (!) Städte und Gemeinden sind dem VAFA aktuell bekannt, die nicht bereit sind eine Aufstellgenehmigung für die oben beschrieben Kiddy-Ride-Automaten, auch nicht gegen Zahlung einer angemessenen Sondernutzungsgebühr (mehr dazu unten), zu erteilen, jedoch teilweise Verkaufsstände und andere “Hindernisse” zulassen. Dabei zeigt die Mehrzahl der Städte und Gemeinden, dass es auch anders geht. Sondernutzungsgebühren sind bei Ihnen gar nicht erforderlich oder werden sogar als unverhältnismäßig angesehen, denn sowohl Nutzer wie Platzgeber sind von unserem Angebot gleichermaßen angetan, wird so doch zudem die Verweildauer der potenziellen Kunden in diesen Bereichen erhöht.

Welch kinderfeindliche Einstellung verbirgt sich hinter derartigen Ablehnungen. Könnte nicht das Leben in den doch oft kalten Betonschluchten unserer Verkaufsmeilen für alle viel lebenswerter sein, wofür es eine Vielzahl positiver Beispiele gibt. In Deutschland wie auch im Ausland.

Wie wichtig Kiddy Rides für unsere Kleinsten sind, schildert ein Fachmann: “Das Kind hat die Erwartung, was passiert, wenn ich eine Münze einwerfe. Es kommt also nicht nur auf das Schaukeln an, sondern auch auf das Erfolgserlebnis. Deshalb kann ein Kinderunterhaltungsgerät nicht mit einem kostenlosen von einer Stadt aufgestellten Spielgerät verglichen werden. Die Benutzung eines Automaten gehört also zur Teilhabe am täglichen Leben.” Und eben diese wird selbst von der UN-Kinderrechtskonvention eingefordert. Sie wurde auch von Deutschland ratifiziert. Ob der Text allerdings im Lande bekannt ist, bleibt noch einmal zu hinterfragen. Da heißt es in Artikel 3 Absatz 1 der Konvention, inzwischen auch in der Bundesrepublik ohne Einschränkung ratifiziert, dass “bei allen Maßnahmen, die Kinder betreffen, gleichviel ob sie von öffentlichen oder privaten Einrichtungen der sozialen Fürsorge, Gerichten, Verwaltungsbehörden oder Gesetzgebungsorganen getroffen werden, …das Wohl des Kindes … vorrangig zu berücksichtigen ist”. Wäre doch schön, wenn es hier ähnlich der Regel vor Gericht “im Zweifel für den Angeklagten” hieße: Im Zweifel für das Kind.

Es geht noch weiter: Wie bereits oben beim Wunsch um eine auch bzgl. der Umsätze angemessene Sondernutzungsgebühr erwähnt, entwickelt eine wachsende Zahl von Städten hierzu Vorstellungen jenseits von Gut und Böse. Gerne geht dabei unter, dass der Platzgeber/Vertragspartner des Automaten-Fachaufstellers für Energiekosten, Reinigung und Arbeitsaufwand zwischen 20 und 50% des Ertrags (ca. 30,00 – 300,00 € pro Monat) erhält und vom Aufsteller selbst das Gerät mit einem erheblichen Invest zu Buche schlägt, der sich in der Regel erst nach mehreren Jahren amortisiert; hinzu kommen Aufwand für Service und Logistik sowie die abzuführende MwSt. Berücksichtigt man die vorgenannten Faktoren, dann verdeutlichen die folgenden Beispiele das Missverhältnis und grenzen bereits an Sittenwidrigkeit. Oder ist es nicht schon Abzocke?

  • Duisburg verdoppelte den Betrag vor einigen Jahren auf 220 € pro Jahr
  • Düsseldorf meint, 1,10 € täglich seien in Ordnung. Das sind 401,50 € jährlich, mit MwSt. sind das 478 €.
  • Kiel nimmt monatlich 12,50 € per 1m², gibt aber immer nur 4m²-weise ab. Dann sind das monatlich 50 €, jährlich 600 €, mit MwSt. 714 €.

zum Vergleich:

  • Bielefeld-Brackwede 36 €
  • Höxter 43 €
  • Hagen 68 €
  • Detmold 150 €
  • Darmstadt 150 €

Wir klagen hier weder “auf hohem Niveau”, noch ist unsere Kritik wohl überzogen.
Zu oft “stellt sich die Politik voll hinter den Mittelstand” und zeigt sich in ihren Forderungen gerne “sozial orientiert”; sind wir nicht ein Sozialstaat? Doch wie sieht die Realität aus? Das Wohl der Bevölkerung wie das der mittelständischen Wirtschaft gehört auf allen Ebenen schnellstens wieder mehr in den Fokus unserer Politik.

Wir fordern hier im Sinne unserer Kritik aktiv zu werden, konkret. Für unsere Kleinsten, damit sich diese nicht verschaukelt fühlen. Natürlich auch für unsere in diesem Geschäftszweig engagierten Mittelständler. Und das, bevor es diesen keinen Spaß mehr macht.

Verbandsfragen
Fragen des Vending report an den VAFA und unsere Antworten in VR DACH 10-17

1. Wie verbreitet sind moderne Telemetrie-Lösungen bei den Operatorn und welche Vorteile
bieten sie?

Unsere Meinung dazu:
Wer „richtig“, attraktiv und professionell im Markt präsent sein und zudem aktiv agieren will, kommt
bereits heute bei etwas anspruchsvolleren Ansätzen fürs automatische Verkaufen nicht mehr ohne
IT-Kommunikation mit dem Kunden (z. B. Facebook oder Twitter) sowie Telemetrie aus. Und in
absehbarer Zeit schon gar nicht. Mögen hier auch einige Ansätze noch etwas holperig sein, wir
müssen uns in der Mehrzahl der Branchensegmente mit dem Thema Telemetrie intensiver befassen
um am Ball bleiben zu können.

2. Gehört der Telemetrie die Zukunft des Vending-Managements und für wen lohnt sich diese
Technik?

Unsere Meinung dazu:
Ein durchdachtes und flexibles sowie stets kundennah gehaltenes Sortiment verlangt selbstredend
nach der neue Technik. Ohne sie geht da bald nix mehr, wenn’s eben kundenhautnah sein soll . . .
und somit erfolgreich. Ach ja, Telemetrie ist nicht gleichzustellen mit Kreativität und noch lange kein
Ersatz für mangelnde Innovationsbereitschaft beim Angebot für den Kaufinteressenten.

3. Lässt sich ein Bogen spannen (bei der Verbreitung und Entwicklung) von der Telemetrie hin
zum Cashless-Payment? Gehen diese Entwicklungen Hand in Hand?

Unsere Meinung dazu:
NOCH glauben wir hier 2 getrennte Themenfelder zu sehen, doch denken wir einmal nach und
erinnern uns an das, was uns z. B. die Küchenbauer „so Neues“ bescheren: Intelligente Kühlschranke,
die checken, was wir als Nächstes ordern sollen; wenn nicht auch dieser Prozess bereits automatisch
abläuft. Hört sich schräg an, ist aber bereits heute die noch kleine Realität. Und morgen . . . die
große. Und zudem nicht weit entfernt von der hier gestellten Frage, der zu viele Kollegen derzeit
noch zu gerne aus dem Wege gehen. Passen wir auch hier auf, dass unserer Branche nicht
Seiteinsteiger und Startups das Heft aus der Hand nehmen. JETZT andenken, sich orientieren, neue
Wege gehen, das ist hier angesagt, denn der Bogen zwischen Telemetrie und Cashless ist inzwischen
klein geworden, sehr klein.

4. Welche Relevanz kommt dem klassischen Cash-Payment in Zukunft zu?

Unsere Meinung dazu:
Es stirbt aus. Langsam, sehr langsam. Deshalb haben wir in den klassischen Fachaufsteller-/Vending-
Segmenten noch ein wenig Zeit. Vielleicht aber auch noch ein kleines bisschen mehr?

Paul Brühl / VAFA e.V.

Verbandsfragen
Fragen des Vending report an den VAFA und unsere Antworten in VR DACH 09-17

1. Wie ist die momentane Akzeptanz von Kapselprodukten beim Konsumenten?

Unsere Meinung dazu:
Auch wenn in der Regel das Geräusch der Bohnenmaschine die Genusspause im Office oder zu Hause
überdeutlich einläutet, die Akzeptanz von Kapselprodukten gewinnt an Bedeutung, ja sie boomt.
Warum? Mann, Frau oder Team haben ihre „eigene“ Maschine in direkter Konsumnähe mit
individueller Einstellung, also bequem. Kurze Wege ohne relevante Unterbrechung des
Arbeitsprozesses. Schließlich: Die meisten Produkte SCHMECKEN, weil die Dosierung kaum
beeinflusst werden kann und diese natürlich bestens kalkuliert sind. Da kann der Konsument schon
etwas für sein Geld erwarten und der Umweltgedanke wird zweitrangig, wenn nicht nebensächlich.

2. Wird der Trend durch das Umweltbewusstsein beeinflusst? Wenn ja, wie?

Unsere Meinung dazu:
Wie oben bereits dargestellt, wird bei den Kapselprodukten das Umweltbewusstsein offensichtlich
ausgeblendet. Vielleicht, weil es sich ja nur um „kleine“ Kapsel-Sünden handelt? Was im Abfall
landet, sieht man ja meist nicht mehr und diese Kapseln produzieren ja auch kein wirkliches
Volumen.
Aus unserer Sicht haben auch diese Kapseln in vielen Fällen durchaus ihre Daseinsberechtigung,
stellen eine von mehreren Optionen dar, jedoch ist auch hier, wie beim Becherthema, dem
Umweltgedanken zu entsprechen. Dieses Thema dürfen wir einfach nicht ausblenden. Auch hier
nicht. Noch bessere und umweltfreundlichere Lösungen sind gefragt, damit wir nicht ein weiteres
Mal in den Fokus der „Umweltler“ geraten.

3. Wie wird sich dieses Segment Ihrer Meinung nach in den kommenden Jahren entwickeln?

Unsere Meinung dazu:
Klein, fein und mein. Wachsen wird dieses Segment, nein boomen, wenn eben „nichts“
dazwischenkommt. Die Maschine ist recht klein, handlich und schnell, bequem bedienbar und sogar
versteckbar. Die Qualität aus der ebenfalls kleinen Kapsel überrascht – jedenfalls meistens. Im Office
wie auch zu Hause wird das System damit zur bezahlbaren neuen Errungenschaft, auch wenn der
Portionspreis de facto ganz ordentlich zu Buche schlägt. Doch auch was den Preis angeht, dürfte sich
da einiges tun. Der Wettbewerb schläft schließlich nicht, auch wenn sein Kapselpreis vielfach noch
überhöht erscheint.

Paul Brühl / VAFA e.V.

Verbandsfragen
Fragen des Vending report an den VAFA und unsere Antworten in VR DACH 06-17

1) Wie entwickelt sich das Segment Micromarkets in Ihrem Land? Tendenz steigend?

Unsere Meinung dazu:
Wären nicht die Bauern mit Butter, Eiern, etc. oder die Startups und Seiteinsteiger mit oftmals so
wahrhaft „verrückten“ wie gewagten Ideen und Konzepten, dann hätten auch die Micomarkets
auf dem Lande einen wesentlich schwereren Stand.
Zum Glück ist dem nicht so und überraschend kreative Konzepte sind inzwischen zu finden.
Nicht flächendeckend, weder regional noch national. Immerhin, die Notwendigkeit und damit
wohl auch die Akzeptanz und Erkenntnis „Ohne Automaten geht hier nichts mehr“ ist doch gut
für uns. Auch wenn der klassische Aufsteller / Vending-Operator hierin keine rentablen Ansätze
erkennen mag, andere tun’s für ihn und schaffen zudem eine gute Branchenakzeptanz beim
Endabnehmer.

2) Was sind die Operator- und Konsumentenvorteile dieser Lösungen?

Unsere Meinung dazu:
Für den Aufsteller / Vending-Operator: Vorteilhafte meist Alleinstellung vor Ort, Preisgefüge
oftmals nicht unter Preisdruckaspekten zu gestalten, mit z. B. Telemetrie höchsteffiziente
Ausrichtung des Sortiments sehr nah an den Kundenwünschen möglich, positives Feedback der
Kunden (Dankbarkeit).
Für die Kunden: Nähe und Versorgung trotz Wegfall von Einzelhandels- und
Dienstleistungsangeboten, große Kundennähe und –orientiertheit des Sortiments.

3) An welchen Standorten machen diese Automaten besonders Sinn?

Unsere Meinung dazu:
Ein wenig ketzerisch: Soll nun dem Aufsteller auch noch die Suche nach Plätzen abgenommen
werden? A bisserl Fantasie wollen’s doch schon haben, die Aufsteller, oder? Schauen wir es dem
Ausland ab. Nichts ist unmöglich, fast nichts.

4) Wie denken Sie wird sich dieser Markt in den kommenden 5 Jahren weiterentwickelt haben?

Unsere Meinung dazu:
Da tut sich was. Landflucht auf der einen Seite. Die Resultate lassen sich in Deutschland selbst
beobachten und noch viel deutlicher im Ausland. Doch auch diejenigen, die bleiben oder
bewusst aufs Land gehen, wollen versorgt sein. Und nicht nur mit Kaugummi und Zigaretten.
Eine Vorhersage also? Sehr schwierig. Und gerade weil das Volumen dieses Geschäfts so schwer
zu definieren ist, liegt doch hier gerade DIE Chance für den mittelständischen Aufsteller, der
allerdings technikoffen und zukunftsorientiert sein sollte, auch mit ein wenig finanziellem
Background ausgestattet. DANN macht es sicher Sinn und lässt selbst gegenüber
Lebensmittelversendern durch die Servicenähe gute Resultate erhoffen.

Paul Brühl / VAFA e.V.