Stellungnahmen im Vending report DACH 04-2021

Verbandsfragen
Stellungnahmen im Vending report DACH 04-2021

1) Automaten können neben dem schnellen Snack für zwischendurch unlängst auch eine Vollverpflegung liefern, wie etwa Sandwiches, Nudelgerichte oder Pizza. Auch Micro Markets etablieren sich. In welchen Bereichen gibt es die besten Chancen, dass dieses Angebot angenommen wird? Wo ist die Vollverpflegung besonders praktisch?

Unsere Meinung dazu:
Da, wo sonst nichts (mehr) ist, was vordem die Vollverpflegung erforderlich machte, dort darf man gerade in Pandemiezeiten sicherlich die Chance für eine erfolgreiche Vollverpflegung über Automaten vermuten. Doch Vorsicht ist hier geboten. Nicht nur in Pandemiezeiten ist die Vollverpflegung über Automaten ein heißes Thema, an dem sich bereits mancher Aufsteller die Finger verbrannt hat. Das fing vor Jahrzehnten mit der TK-Versorgung über Automaten an und machte schon damals deutlich, wie aufwändig und anspruchsvoll hier das gesamte Handling ist. Eine zweite Vertriebsschiene der Distribution ist für diesen Bereich so, wie bereits fürs OCS-Geschäft, erforderlich. Ein Vollverpflegungskonzept ist etwas anderes als Snackautomaten-Kunden glücklich zu machen. Langfristig, abwechslungsreich mit bezahlbaren Produkten, kundennah und kundenspezifisch sowie praktikabel und zuverlässig muss solch eine Konzeption angelegt sein, sonst wird das nix.

2) Wie oft sind Erweiterungen des Produktsortiments zu empfehlen? Welche Faktoren und Funktionen spielen dabei eine Rolle?

Unsere Meinung dazu:
Am einfachsten wäre hier die Empfehlung „Fragen Sie doch Ihre Kunden“. Ist da Öko gewünscht, Bio oder etwa nichts von diesen beiden? Vielleicht möchten die ja nur nicht die „leckeren“, auf der Verpackung deklarierten Zusatzstoffe? Doch Hand aufs Herz, wann haben Sie zuletzt mit Ihren Kunden / ENDabnehmern(!) darüber gesprochen, was sich diese wirklich von Ihnen / aus Ihren Automaten wünschen? Die Bereitschaft Neues zu testen, sie ist bei zu vielen Kollegen noch eher die Ausnahme. Dabei gewinnt der Fachaufsteller / Vending-Operator nur dadurch, dass sich im Automaten öfter was (Neues) tut. Das macht die Kunden zumindest neugierig, auch wenn zunächst mal nicht immer und sogleich alles leergekauft wird. Und die Industrie? Sie sollte die Geräte noch flexibler (modularer) machen und die Telemetrie preiswerter, preiswerter bzgl. der Hardware wie auch der Nebenkosten. Hier fühlen sich bitte auch die Geldinstitute und Geldtransfer-Verarbeiter angesprochen. Wenn wir als Automatenbranche erfolgreich HANDEL betreiben wollen, muss hier alles passen, schneller werden und noch bedienungsfreundlicher; also z. B. nicht nur mit einer oder 2 Bezahloptionen. Ein Beispiel? Siehe Ausland!
Hier am Point of Sale muss es zum Dialog mit unserem Kunden kommen. Da reichen nicht nur einseitige Blicke auf die Ware. Das war gestern. Heute und morgen ist oder wird die ganze Breite der wechselseitigen Kommunikation an „unseren“ Automaten erwartet: Von unseren Kunden. Soviel Weitblick darf doch heute bereits erwartet werden. Oder? Natürlich brauchen wir da schon die neueren Geräte mit vernünftigem Display etc. und nicht die alten, zu dritten Male aufpolierte „Schlitten“.

3) Was können Industrie und Operator momentan für die gegenseitige Unterstützung machen? Respektive Sonderangebote, Schulungen, Service und langfristige Partnerschaften etc.

Unsere Meinung dazu:
Das eine bedingt das jeweils andere. So haben wir das doch alle im Marketingseminar gelernt. Nicht wahr? Der folgende Vorschlag hört sich zwar ein wenig verwegen an, doch wie wär’s z. B. bei Teilzahlungsgeschäften mit Teil-/Bürgschaften gegenüber der Bank, . . . also für die Aufsteller/Operator durch die Hersteller, um die bei Ihrem hohen Invest und der Skepsis der Banken gegenüber unserer Branche zumindest etwas zu entlasten? Oder einer Rückkaufgarantie, sofern Probleme entstehen sollten. Logisch, dass sowas nicht mit jedem Aufsteller / Operator zu machen ist, doch mit denen, die Profis sind, mit besten Standards arbeiten und zertifiziert sind, da müsste doch was möglich sein. Möglich sein sollte z. B. auch ein wie auch immer geartetes, nachvollziehbares Belohnsystem der Hersteller gegenüber Ihren Händlerkunden. Nicht nur die Menge könnte da eine Option für bessere Rahmenbedingungen sein, vielleicht auch erfüllte Best-Praxis-, Best-Service-Kriterien o. ä. m.; denn wenn’s beim Aufsteller brummt, brummt’s in der Regel auch beim Hersteller!

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