Stellungnahmen im Vending report DACH 01-2021

Verbandsfragen
Fragen des Vending report an den VAFA und unsere Antworten in VR DACH

1) Wie beurteilen Sie das Jahr 2020 wirtschaftlich? Welche Innovationen oder Konzepte können die Branche im nächsten Jahr weiterbringen?

Unsere Meinung dazu:
Das Jahr 2020 hat nicht nur unsere Branche durchgeschüttelt. Alle Varianten waren dabei, Umsatzausfälle in vorher nie gedachtem Umfang (sie z. B. bei der Betriebsverpflegung und in Freizeiteinrichtungen), jedoch auch faszinierend hohe Umsatzresultate, (z. B. im Public-Bereich), die vordem ebenfalls nie erreicht wurden. Wenn Kinder und Erwachsene halt wieder mehr auf der Straße sind …  Innovationen? Kurzfristig und insbesondere in Zeiten von COVID 19 erscheinen „No Touch-Systeme“ zukunft- und richtungweisend. Langfristig werden sich die unterschiedlichen Segmente unserer Branche jedoch harmonisieren bzw. zusammenschließen müssen, um überleben zu können. Sie werden ihre Wirtschaftskraft marketingmäßig fokussieren und mit Gesamtkonzepten im Zusammenspiel mit Internet und Medien aufwarten müssen.
Am besten unsere Branche fängt damit im nächsten Jahr an. Es ist bereits Zeit, denn die Generation ALPHA (mehr dazu unter Punkt 3) ist bereits da! Letzten Endes jedoch gilt es, ab sofort einfach offener zu sein für Neues, mehr und das erst einmal im Kleinen anzutesten und bei Erfolg schneller als bisher nachzulegen und den Erfolg zu multiplizieren. Und das fortlaufen und immer wieder; vielleicht parallel zu unserem Standard-Sortiment.

2) Was sind Ihre Ziele, Ihre Erwartungen für das neue Jahr 2021? Was wünschen Sie sich für das kommende Jahr?

Unsere Meinung dazu:
Natürlich hat sich der VAFA eine Reihe von Zielen gesetzt, die z. T. jahresübergreifend relevant sind. Da ist z. B. der Mitgliederbereich: Mitgliedern Impulse geben, neue Mitglieder gewinnen, Startup-Unternehmen den Start erleichtern, Mitgliedern helfen und sie begeistern. Natürlich auch die Leistungen zu optimieren wo dies möglich und erforderlich ist und dabei die Kosten im Griff zu behalten. Kommunikation: Immer mehr sind wir angewiesen auf kürzeste Reaktionszeiten und somit auf eine schnelle Kommunikation innerhalb wie auch außerhalb des VAFA. Nur so bleiben wir künftig am Ball. Qualifikation: Hier kann nicht genug getan werden. Zum einen ist auch im Mitgliederkreis die Bereitschaft hierzu den künftigen Erfordernissen entsprechend anzupassen, zum anderen arbeiten wir daran, den Qualitätslevel unsere Mitglieder z. B. durch gezielte Schulungen und die VAFA-ZERT-ifizierung zu erhöhen und sie damit „draußen“ wettbewerbsfähiger zu machen.
Was für uns generell unverzichtbar ist, dass wir im kommenden Jahr mit Corona besser umzugehen lernen, keinen Lockdown mehr haben sowie seine negativen Auswirkungen dennoch auf positive Weise bewältigen und hinter uns lassen. Ach ja, auch das wünschen wir uns für 2021: Weniger Reglement durch die Öffentliche Hand, eine positivere Wahrnehmung unserer Branche (wozu wir auch selber beitragen müssen) und … , ja, öfter neuere, eingesetzte Automaten, die dem Erscheinungsbild unserer Branche förderlich sind.

3) Welche Trends haben sich dieses Jahr abgezeichnet und wie beurteilen Sie die Entwicklung der Branche?

Unsere Meinung dazu:
Natürlich hat sich was getan in unserer Branche und wir sind immer öfter stolz darauf Cashless anbieten zu können, Touchscreens zu haben und toll beleuchtete Geräte. Doch bei der Frage nach den Trends ist es wie mit unseren Automaten: Alt und aufpoliert geht künftig immer weniger und nur noch Neu wird gefragt sein und ist angesagt. Nach der Generation Z (die 1997 bis 2012 Geborenen) folgt die Generation α (Alpha). Hier habe ich googlen müssen und erfahren, dass wir als Branche wohl ganz schön aufpassen müssen, diese Generation überhaupt zu erreichen und damit unseren Umsatz mit ihr, wie bereits oben angerissen. Hayley Ard (ist Head of Consumer Insights bei Stylus) und schildert das anschaulich in ihrem Interview „Wer ist eigentlich diese Generation Alpha?“ auf beeindruckende Weise: (https://www.wuv.de/marketing/wer_ist_eigentlich_diese_generation_alpha). Generation α wird, wenn wir Ihr nicht entsprechen, an uns vorbeiziehen ohne uns überhaupt wahrzunehmen, denn sie erwartet anderes als eine lieblose und damit beziehungsfreie Produktpräsentation. Stellen wir uns schnellstens auf die Bedürfnisse dieser Alphas ein, die bereits 2,5 Mrd. kleine Menschen zählen!
Mögliches Resumee für unsere Branche: Sie und mit ihr jeder Automaten-Betreiber MÜSSEN dazu schon sehr viel weniger Trutzburgdenken und einfach viel interaktiveres Denken und Handeln an den Tag legen. Also Teil sein einer branchenübergreifenden Entwicklung und Teil eines zukunftsträchtigen Marketing-Kunden-Gesamtkonzepts. Dann, nur dann wird unsere Branche auch einigermaßen sicher die nächste Generation erreichen und überleben. Viel Erfolg!

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