Fragen des Vending report an den VAFA und unsere Antworten in VR DACH 10-19

  1. Einweg-/Mehrwegbecher: Was setzen Operator in welchem Verhältnis in Ihrem Landhauptsächlich ein?

    Unsere Meinung dazu:
    Eine exakte Aussage ist hier kaum möglich, denn hierzu liegen kaum valide Daten der Hersteller, Lieferanten oder Importeure vor noch Angaben der Fachaufsteller / Vending-Operator, woher sie wiederum „ihre“ Becher erhalten oder wie bzw. in welchem Verhältnis sie diese einsetzen. Gemutmaßt werden kann lediglich, dass der Mehrweganteil auf Grund der aktuell intensiven öffentlichen Diskussion wohl zwangsläufig ansteigen wird.

  2. Umweltaspekt: Gibt es gesellschaftliche oder politische Strömungen zu Einweg / Mehrweg? Welche, und wie ernst muss man sie nehmen?

    Unsere Meinung dazu:
    Löblich und gut, dass es inzwischen gesellschaftlich stärkere Strömungen gibt, die sich dem Thema Umwelt verpflichtet fühlen, sich engagieren und viele unserer Konsumgewohnheiten in Frage stellen, so auch den Einsatz der Einwegprodukte.
    Damit allein ist es allerdings noch nicht getan. Auch wenn teilweise dringender Handlungsbedarf besteht, so ist auch hier dennoch Besonnenheit geboten. Ein bloßes Verbot von Einweg (z. B. PS) erscheint zu populistisch, wohingegen eine vorgelagerte systematische Ökobilanz für all unsere Gebrauchs- und Konsumartikel sinnvoll erschiene; bevor wir nämlich das ein oder andere Produkt endgültig verdammen und aus dem Verkehr ziehen.
    Dabei muss dann natürlich auch dem Rechnung getragen werden, dass u. a. die Spülmaschine zum Einsatz kommt, sie produziert und auch wieder recycelt wird, das Reinigungsmittel, Wasser- und Energieressourcen beansprucht werden, so wie auch Arbeitskraft und –zeit . . . und natürlich alles sinnvoll organisiert sein will. Das ist nicht nur bei Großveranstaltungen eine sicherlich stets wiederkehrende Herausforderung.
    Dass Einäugige nur den Becher sehen, jedoch nicht die 3fache Verpackung um ihr Gemüse oder andere Vielfachverpackungen oder nur wenige die angenehm leichte, jedoch extrem problematische Kunststoffflasche kritisieren, verdeutlicht, wie stark vereinfacht teilweise die öffentliche Diskussion geführt wird.
    Die Herausforderung an Hersteller, jedoch auch die Aufsteller/Operator, besteht darin, die Handelsware hinsichtlich der Verpackungserfordernisse systematisch zu durchforsten und auch Forderungen für weniger, sinnvollere und umweltverträgliche Verpackungen an die Hersteller zu richten – wie’s z. B. einige Discounter bereits tun.
    Ob wir‘ s alle wollen oder nicht, wir müssen uns mit diesen Themen auseinandersetzen, uns den daraus entstehenden Herausforderungen stellen und gewissermaßen auch die Konsequenzen von Fehlentwicklungen tragen, nein, beheben helfen.
    Ach ja, und noch etwas: Warum gibt es so oft nur dieses Entweder – Oder? Beide Varianten, Einweg wie auch Mehrweg können Sinn machen, sollten gesundheitsverträglich sein und natürlich so eingesetzt werden, dass wir ein weiteres Plastikdesaster für uns und unsere (Um-)Welt vermeiden oder zumindest weitestgehend ausschließen.

  3. Was würde es für die Vendingbranche in Ihrem Land bedeuten, wenn Einweg vollständig verboten würde?

    Unsere Meinung dazu:
    Ganz ohne Einweg, das geht gar nicht, würde keinen Sinn machen. Da bliebe in vielen Bereichen mit 100%iger Sicherheit z. B. die Hygiene auf der Strecke. Z. B. In der Klinik oder in Schule oder Kindergarten. Und spätestens bei der nächsten Epidemie unserer Kinder würden sicherlich die gleichen Vertreter, die derzeit so extrem nach Mehrweg rufen, zu der Fraktion wechseln, die dann wiederum eine schnelle Kehrtwende einfordert.

     

    Paul Brühl / VAFA e.V.

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