VAFA zum Thema …

Verbandsfragen
Fragen des Vending report an den VAFA und unsere Antworten in VR DACH 05-17

1) Welchen Eindruck hatten Sie von der Eu ́Vend – coffeena 2017?

Unsere Meinung dazu:
Gute Laune und positives Denken – wer jammerte, hatte kaum Publikum.
Quirlig war sie, die Eu’Vend 2017; da kochte was, das man noch nicht so richtig
ausmachen konnte, was aber auch nichts mehr zu tun hatte mit der konkreten
Furcht um die Bewältigung der Fiskalen Datenauslesung während der letzten
Eu‘Vend. Es war eher wie Sprudelwasser, prickelnd positiv. Ja, DAS war die
Stimmung: Auf einander zugehen, Checken und Entdecken war angesagt,
Kontakte und Konzeptionen besprechen und dann sogar die Konfrontation mit
verflixt konkreten Visionen:
„Ich weiß recht gut, was ich will, nur warum bieten die Europäer so wenig
Flexibilität und Vielfalt. Da ist Japan einfach weiter und breiter aufgestellt. Ich
war da und hab’s mir angeschaut“, so eine Besucherin, die uns ihre total schräg
anmutende Idee vortrug. Ich denke, Sie wird was bewegen und wir selber
müssen das auch tun. Und mit der Eu’Vend sind wir als Branche auf dem
richtigen Weg, werden allerding noch viel mehr Power entwickeln müssen . . .
damit der Branchenkarren richtig in Schwung kommt und bleibt

2) Was sind die momentanen Vending-Trends in Ihrem Land?

Unsere Meinung dazu:
Das ist immer auch eine Frage der Sichtweise. Trends sind Entwicklungen, die
man zu erkennen glaubt oder erkennt, lange vor anderen oder zu spät. Und dann
plötzlich sind „se da“. Geahnt, verkannt oder gewusst.
Einige Gedanken dazu:
Seiteinsteiger werden oft ob Ihrer Andersartigkeit verkannt . . . und bestimmen
später das Geschehen mit.
Startups – gerade Ihnen sollten wir zuhören. Sie sind sensibel und hören die
jungen Halme wachsen, die später die großen Ähren tragen. Die alten Ähren
kann man schon bald knicken.
Vending PROFESSIONAL, gut und breit aufgestellt, genial und stringent in der
Umsetzung hat Zukunft. Zudem: Kümmere Dich kreativ und mit individuellen
Ansätzen um die neuen und kleinen Kunden, mit Ihnen wächst Du; die großen
(er) drücken Dich nur.
Ach ja: Der griesgrämige Unternehmer hat immer schlechtere Chancen. Gute
Laune ist gefragt. Und wer gute Laune verbreitet, bietet sicher auch gute
Produkte und Dienstleistungen, nicht wahr?

3) Wächst die Anzahl der Operator in Ihrem Land – oder ist die Anzahl
konstant?

Unsere Meinung dazu:
Konstant und auch wieder nicht. Sollen wir die Statistiker fragen? Die zählen
meist nur und bewerten doch eher inhaltlich weniger zutreffend. Aus meiner
Sicht: Es braut sich was zusammen . . . Was? Nach der EuVend ist das zu
spüren, jedoch noch nicht konkret genug zu fassen. Was heißt das?
Generationswechsel, Geschäftsaufgabe, Gründer und Geld-in-die Hand-Nehmer,
Profi-werden-Woller und Meckerer, so wie Ratsuchende, Zweites-Bein-Aufbauer
und Neue-Wege-Sucher, sie sind offensichtlich der beste Hinweis, dass unsere
Branche vielleicht kurzfristig ein wenig über sich nachdenkt, doch langfristig
wachsen wird. Die bisher nicht genutzten Möglichkeiten für den automatischen
Erfolg sind einfach zu vielfältig.

Paul Brühl / VAFA e.V.

Verbandsfragen
Fragen des Vending report an den VAFA und unsere Antworten in VR DACH 03-17

1) Welche Erwartungen haben Sie hinsichtlich der kommenden
Eu ́Vend/coffeena im Gegensatz zu 2015?

Unsere Meinung dazu:
Der VAFA-Auftritt auf der Eu’Vend 2015 war für uns durchweg erfolgreich. Er
machte deutlich, dass wir als mittelständischer und Hersteller-unabhängiger
Verband in der Automatenbrache unseren offensichtlich berechtigten Platz
haben, unabhängig davon, ob der Aufsteller / Vending-Operator nun Coffee,
Candy, Coke, Kaugummi, Kondome oder Kinderspielzeug verkauft. DAS ist für
uns, unabhängig vom Produkt, in seiner gesamten Vielfalt Vending; und dem
entsprechend aufgestellt ist auch der VAFA als Verband.
Der Zulauf bestätigte damals unsere Einschätzung. Gegenüber 2015 wünschen
wir uns diesmal trotz alledem noch einen Tacken mehr an Zulauf, Fragen,
Diskussionen, um einfach zu zeigen, was der VAFA auch ist: sympathisch und
aktiv.
2) In der vergangenen Zeit wurde viel über Trends gesprochen. Bargeldloses
Bezahlen, Telemetrie usw. Welche Trends werden Ihrer Meinung nach auf
der Messe überwiegend zu finden sein?

Unsere Meinung dazu:
Was auf der Messe zu sehen sein wird, hängt nicht zuletzt ab von den Ansätzen
der Lieferanten. Ob diese hier immer richtig liegen, sei dahingestellt.
Offensichtliche Themen werden oder müssten u. E. sein:
– Praktikable Datenmanagementsysteme für Aufsteller in der großen
wie auch Small-Varianten für mehr betriebsinterne Transparenz,
jedoch ohne in einer Art Datenflut administrativ unterzugehen
– Bezahlbare und flexiblere sowie kombinierbare Bezahlsysteme auch
für kleinere Ansätze und Unternehmen
– Hoffentlich auch bedienungsfreundlichere Automaten, die den
Anforderungen der Kunden entsprechen und nicht nur technischen
Traumvorstellungen einiger Konstrukteure.

3) Was denken Sie: Welche Segmente werden auf der diesjährigen
Eu ́Vend/coffeena Schwerpunkte setzen (Hot/Snack/Cold?) und warum?

Unsere Meinung dazu:
Bewegung kommt inzwischen durch viele Einflüsse in unser Geschäft. Ökologie-
und Umweltdiskussion (Waste, Recycling und Ressourcenschonung),

Energieeffizienz, Fair Trade, Oecotrophologie und Ernährungsaspekte z. B. mit
Themen wie Unverträglichkeiten, Zuckerkonsum etc., sie alle bringen uns alle
mehr oder weniger in Bewegung. Gut da, wer rechtzeitig auf den Zug aufspringt
oder sogar selber neue Impulse setzt. Das gilt übrigens auch für Aufsteller /
Vending-Operator. Gut, wer die Zeichen der Zeit rechtzeitig erkennt. Inwiefern
die Eu’Vend diesen Anforderungen entspricht und nicht nur technikverliebte
Anbieter und Anwender, darf mit großer Spannung beobachtet werden.

Paul Brühl / VAFA e.V.

Wir im VAFA erkannten dies schon vor über 15 Jahren.
Seit Mitte der 80er Jahre praktizieren wir die von einigen Kaffeeketten, Bäckereien, Fastfood- Restaurants und sogar Städten angeblich neue Lösung. Dabei haben unsere Kunden die Wahl ihr Heißgetränk auch in einem mitgebrachten Gefäß zu kaufen oder den zuvor erworbenen Becher wiederzuverwenden.

Unsere Automaten – bis auf sogenannte Incup Automaten – bieten schon seit Jahrzehnten die Möglichkeit über eine Bechererkennung der Umwelt zu liebe keinen Einwegbecher zu erwerben. Diese Möglichkeit wird bei vielen unserer Kunden gerne genutzt, da so die Müllbehältnisse in den Unternehmen nicht unnötig gefüllt werden und auch keine leeren Becher z. B. in der Produktion herum stehen.

Verwundert hat uns die aktuelle Entwicklung, wo sich die oben genannten Gruppen mit sogenannt neuen Ideen geradezu überschlagen. Diese Ansätze kennen und praktizieren wir „good old Germany“-Firmen schon lange!

Und falls wir einen Becher mit ausgeben, ist dieser natürlich nicht aus Pappe mit Beschichtung, der nicht zu recyceln ist, sondern einfach nur aus Kunststoff, der sowohl wiederverwendet als auch einer nutzvollen thermischen Verwertung zugeführt werden kann.

Anzumerken ist von unserer Seite noch der Trend zu den Kaffee-Kapseln; auch hier scheint es mal wieder trendy zu sein ein Naturprodukt in Sondermüll zu verwandeln, vielleicht sogar in BIO-Qualität. Nur wie soll denn das bei einem Mehrkomponentenprodukt wirtschaftlich vertretbar und ökologisch sinnvoll geschehen?

Verbandsfragen
Fragen des Vending report an den VAFA und unsere Antworten in VR DACH 2-17

1. Wie beurteilen Sie das Segment InCup? Welchen Stellenwert hat es
innerhalb der Branche?

Unsere Meinung dazu:
Das System InCup ist einfach gut, also einfach UND gut. Schließlich führen viele
Wege nach Rom und zum Glück gibt es bei unsern Kunden nicht nur einen
Geschmack, sondern einfach den Wunsch Kaffee, Choko, Süppchen & Co zu
trinken; wo und wann auch immer. Da das Segment InCup dem Prinzip >Keep it
simple and stupid< (so einfach wie möglich) folgt, hat’s offensichtlich auch diesen
Zuspruch.
Ohne umfassende Vorkenntnisse, mit relativ bescheidener Technik und recht
günstigem Logistikaufwand lässt sich hier auch als Newcomer und Seiteinsteiger
einiges bewegen und erreichen: Rendite. Und die ist höher als in manch anderem
Bereich der Branche, wenn man denn beim richtigen Anbieter einkauft. Da, in der
Tat, gilt‘ s aufzupassen!
Zum Stellenwert: Aus einem möglichen 2 Bein, genannt InCup, kann so für den
Aufsteller / Vending-Operator schneller als man glaubt das Haupt-Standbein
werden.
2. Welche Aufstellplätze eignen sich besonders für InCup Produkte?

Unsere Meinung dazu:
Alle, die gehen und doch wieder nicht. Bei sogenannten Luxusplätzen z. B. neben
oder im Zusammenhang mit Cafeterien, dort ist es vielleicht ratsam nicht
unbedingt mit InCup aufschlagen. Ebendort ist sicher Top-Quality gefragt – beste
lösliche Produkte oder ganze Bohne – und nur sie kann im Wettbewerb bestehen.
Und doch gilt auch hier für InCup: Probieren geht über Studieren. Nicht jeder
Erfolg lässt sich schließlich erklären. Ansonsten bieten sich mit InCup
Aufstellplätze ohne Ende an, ohne größere Hygieneprobleme und . . . ohne
Schwund.
3. Wie denken Sie wird sich das Segment weiterentwickeln? Chancen?

Unsere Meinung dazu:
Wer kann sich nicht daran erinnern? „Wassermatsche“, so wurden die ersten
InCup-Produkte verunglimpft. Dann wurde es stiller und stiller. Heute zählt man
den Gesamtabsatz in 2- bis 3-stelligen Millionenzahlen und selbst Kritiker denken
darüber nach, was an diesen Produkten wohl so besonderes „dran“ ist. Diese sind
meist schnell, einfach, flexibel, lecker und bezahlbar. Zudem interessant für
Seiteinsteiger und Startups in unserer Branche sowie für all diejenigen, die aus
Ihrer Tour zusätzlichen Nutzen ziehen möchten, nämlich mehr Ertrag und Rendite
durch weitere Produkte. Und das unproblematisch ohne erheblichen Mehraufwand
oder zu großes Risiko.
Auch hier gilt: Jedes Segment hat seine Daseinsberechtigung, zur richtigen Zeit,
am richtigen Ort. Und hier ist wirklich noch viel Potenzial drin, sowohl in der
Entwicklung einer größeren InCup-Produktvielfalt wie auch im Marktsegment als
solchem. Machen wir etwas daraus. Nutzen wir die Chancen.

Paul Brühl / VAFA e.V.